Montag, 30. Oktober 2006

Schluß

Ohne ihr ein Wort zu sagen,
wendet er sich von ihr ab.
Lässt sie mit den ganzen Fragen,
mit den Sorgen, mit den Klagen,
mit dem Kind in ihren Händen,
nun allein, er wills beenden.

Lange ahnte sie es schon,
ja, es plagten sie Gedanken,
das der Weg der vorgezeichnet,
der von ihnen vorbereitet,
bald ein jähes Ende nimmt,
und auch Reden nichts mehr bringt.

Eingeschlossen in Gefühlen,
und in der Vergangenheit,
sucht sie nach Gemeinsamkeiten,
kramt in allen Kleinigkeiten,
sucht die Gründe für das Jetzt,
Ihr wirds klar und ist entsetzt:

Diese Liebe, wie sie einst,
war von ihnen so beschworen,
ist am Ende, ist verschwunden,
übrig bleiben nur die Wunden,
die jetzt noch so heftig brennen,
doch jetzt sieht sie's, kanns erkennen.

Der erste Schmerz, er ist verflogen,
sie ordnet ihre Sinne neu,
wär das Leben ohne ihn,
schlechter, ließe sie ihn ziehn?
soll sie Kompromisse machen,
er vieleicht darüber lachen?

Ohne ihm ein Wort zu sagen,
wendet sie sich von ihm ab,
hält das Kind in ihrem Arm,
hält es sicher, hält es warm,
lässt ihn ziehn und sagt sich dann:
"Lieber nicht mit diesem Mann"

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Netter Abend

Leise öffnet er die Tür, als er spät nachts von seinem Treffen mit den alten Kumpels heim kommt. Es war ein sehr feucht-fröhlicher Abend. Er schließt leise die Wohnungstür, bedacht darauf sie nicht zu wecken. Er hat ein etwas mulmiges Gefühl, weil er so spät heim kommt, wo er ihr doch versprochen hatte, es nicht so sehr ausarten zu lassen, nichts zu trinken und brav zu sein. Mit leisen Schritten geht er den dunklen Flur entlang, legt seine Schlüssel in das Schälchen auf dem Schuhschrank.

Er hat sich einen Plan zurecht gelegt... Ganz leise ins Bad, die Abendtoilette verrichten, und dann auf Zehenspitzen in das Schlafzimmer schleichen, sich ganz langsam ins Bett legen und sie ja nicht wecken. Es war wirklich schon spät, und sie wäre nicht sehr erfreut. Gesagt, getan. Katzengleich aber wankend folgt er seinem Plan und liegt letztendlich Bett des flammneuen Schlafzimmers, das erst wenige Tage zuvor geliefert wurde.

Er legt sich langsam auf den Rücken und atmet einmal tief und lange durch. Da ertastet seine linke Hand einen länglichen, mittelharten Gegenstand. Er kann ihn im Dunkeln weder erkennen noch zuordnen. Die zweite Hand zu Hilfe nehmend tastet er den Gegenstand ab. "Was ist das nur..." fragt er als er am harten Ende eine bewegliche Stelle bemerkt. Dem männlichen Forscherdrang folgend beschließt er, der Sache auf den Grund zu gehen.

Brrrrrrrr... das gute Stück beginnt zu leben. Vollkommen überrascht wirft er es in die Luft, versucht es im Dunkeln zu fangen und... er verfehlt es natürlich.. Das Ding landet auf dem Laminatboden, rollt ein Stückchen weit unter das Bett und verharrt dort brummend. Das Laminat wirkt wie ein Geräuschverstärker, aus dem brrrrrr wird ein BRRRRRR. Er beginnt zu schwitzen. Halb auf der Bettkante liegend versucht er dieses brummende Etwas zu angeln. Seine Hand tastet den Boden unter dem Bett ab, wird aber nicht auf anhieb fündig. Er hebt seinen Kopf um zu prüfen, ob sie wirklich noch schläft. Zeitgleich ertastet sein Zeigefinger die Spitze des Ruhestörers. Freudig nimmt er dieses zur Kenntnis, kann aber nicht mehr verhindern dass er langsam von der Bettkante rutscht. Ein Gedanke schießt durch seinen Kopf: "Neeeeeiiiiin..." zu spät.

Mit einem dumpfen Knall landet er auf dem harten Laminat, prellt sich den Steiß und zu allem Überfluss schieben seine Finger den brummenden Gegenstand weiter unter das Bett. Sein Kopf schnellt hoch, schläft sie noch? Mit den Ausmaßen des neuen Schlafzimmers noch nicht vertraut, beschließen sein Kopf und der Nachttisch Bekanntschaft zu machen. „Auaaa“... er sagt nichts, denkt es nur. Langsam reißt sein Geduldsfaden. Mit langem Arm greift er den Ruhestörer, steckt ihn unter den Arm und krabbelt aus dem Schlafzimmer in Richtung Bad.
Leicht lädiert blickt er in den Spiegel. Auf dem Waschtisch steht der Vibrator, der ihn anzugrinsen scheint. Er wäscht sich, begutachtet seine Blessuren und beschließt das Erlebte für sich zu behalten. Sie wird ihm schon irgendwann von ihrem Spielzeug berichten. Der Mann an sich ist ja von Natur aus sehr gutgläubig und vertrauensvoll. Er platziert den Lustspender am ursprünglichen Fundort, dreht sich um und schläft ein.

Er wacht auf. Sein Steiß schmerzt, seine Schulter hat auch etwas abbekommen. Hinzu kommt ein etwas dicker Kopf. Das Bett neben ihm ist leer. "Ah es ist weg... sie hat nicht gemerkt dass ich es weiss..." denkt er mit einem kleinen Lächeln. Seine schmerzenden Körperteile schieben sich wieder in den gefühlsmäßigen Vordergrund. Er steht auf, geht ins Bad und duscht sich.

In der Küche sitzt sie bereits im Morgenmantel am Frühstückstisch und telefoniert. Sie sieht entspannt aus. "Sie hat nichts gemerkt..." denkt er und nimmt eine Tasse. Er verfolgt das Gespräch nur halb während er sich einen Kaffee eingießt. "Ja Leni, habe ich... nein... nein... wirklich nicht... doch, es war sehr nett... ja... finde ich auch... müssen wir wiederholen... unbedingt... ja, hab’ ihn gefunden... ok... Ciao ."

Er setzt sich an den Tisch, nimmt sich ein Frühstücksei und denkt: "Ein Segen, alles in Butter, sie hat nix gemerkt, war ich cool..." er lächelt „...und bald erzählt sie mir von ihrem neuen Spielzeug... bestimmt tut sie das... bald..."

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Teil 1

Samstagmorgen. Der Wecker klingelt, es ist 6 Uhr 30. Francine war am Vorabend sehr brav gewesen und ist zeitig zu Bett gegangen. Sie hat dieses Wochenende schon lange geplant. Ein Wochenende mal wieder ganz für sie alleine. Die Wettervorschau verhieß einige schöne Spätsommertage. Eine kurze Morgendusche, ein Kaffee, eine Zigarette, dann geht’s an den Kleiderschrank. Sie zieht einen, zugegebenermaßen, sehr knappen weißen Bikini an, einen von der Art, wie ihn nur sehr gut rasierte Frauen tragen können. Er war neu und sie wusste, dass er bei Kontakt mit Wasser durchsichtig werden würde. Eigentlich war ja auch nur ausgiebiges Relaxen und Sonnenbaden geplant. Sie zieht ein knappes weißes Top und einen kurzen weißen Wickelrock an und mustert sich anschließend im Spiegel. "Weiß steht mir..." sie lächelt: "Ich sehe ja so unschuldig aus". Sie lacht und greift nach dem auf dem Kleiderständer trohnenden Strohhut.

Sie hatte bereits am Abend zuvor den kleinen Koffer mit dem nötigsten für eine Nacht gepackt. Ihre Strandtasche ist ebenfalls vorbereitet. Sie wirft noch einmal einen prüfenden Blick in die Tasche und geht dabei noch einmal in ihrem Kopf die Checkliste durch... "Sonnencreme, Sonnenbrille, 2 Handtücher, eine Flasche Evian, Geld, Papiere, Schlüssel, Präservative...", Francine schmunzelt und denkt... „man soll nicht unvorbereitet ins Wochenende gehen..., ein weiterer Bikini, die kleine Kosmetiktasche, ein Buch... alles da".

Schon öfter war sie nach Dieppe gefahren. Francine nimmt die gut 2 Stunden währende Autofahrt zur Normandieküste nördlich von Paris gerne in Kauf denn sie liebt die Alabasterküste, den Strand, das bunte Treiben im Hafen, die Geräusche, die Umgebung, die Menschen... einfach alles. Sie steigt immer im Hotel Aguado ab, keine billige Absteige, aber dennoch bezahlbar und ein klein wenig mondän. Sie bucht immer das gleiche Zimmer, mit einem wunderschönen Blick auf die Steilküste und den Strand. In der Ferienzeit ist ihr Dieppe allerdings zu voll. Jetzt, kurz nach den langen Sommerferien ist der Andrang wesentlich geringer, obgleich sich noch immer viele Pariser dort an den Wochenenden entspannen.

"Diesmal bin ich ja mal wirklich gut aus Paris herausgekommen...". Wer die Peripherique von Paris kennt weiß was Francine gerade denkt. Auf halben Weg nach Dieppe hält sie an einer Tankstelle. Kurz aufgetankt und weiter geht’s. Auf der Einfahrt zur Schnellstraße bemerkt sie eine junge Frau, sommerlich gekleidet, in der Hocke sitzend auf dem Seitenstreifen. Ein Rucksack mit aufgebundenem Schlafsack steht an ihrer Seite. In der Hand hat sie einen Pappdeckel auf dem groß "DIEPPE" steht. Francine fährt vorbei, zögert, hält an und legt den Rückwärtsgang ein. Sie fährt ein Stück zurück. Die Beifahrertür öffnet sich und eine zarte Frauenstimme sagt: "Hallo... fährst du nach Dieppe? Ja?". Francine lächelt und sagt "Ja... komm', steig ein!". Die junge Anhalterin wirft ihren Rucksack auf die hintere Sitzbank und setzt sich auf den Beifahrersitz. Sie streckt ihre Hand aus und sagt: "Ich heiße Gabrielle...".

"Sie ist schön... sehr schön" denkt Francine als sie den Gang einlegt und Gas gibt. Unter der Fahrt erfährt sie, dass Gabrielle, wie sie selbst auch, ab und zu nach Dieppe fährt um sich ein wenig vom Großstadtleben zurück zu ziehen. Gabrielle ist 21 Jahre alt und macht eine Ausbildung zur Kunsttischlerin. "... aber ehrlich gesagt, so eine zarte Person wie Du, und dann Tischlerin?". Gabrielle sagt: "Ich hätte auch studieren können, wollte aber erst einmal einen Beruf lernen. Außerdem arbeite ich gerne mit den Händen... ". Francine mustert ihre Mitfahrerin bei jedem kurzen Blick zur Seite. Ihr entgeht nicht Gabrielles Zungenpiercing. Sie sinniert: "Sie ist so ein zartes Mädchen, makellos, schöne volle Lippen und ihre hellblauen Augen verleihen ihr das gewisse Etwas... und dieses Zungenpiercing... ob das wohl weh tat... ob ihren voraussichtlich schönen Körper noch mehr Schmuckstücke zieren... ". In der Tat hat Gabrielle ein extrem, wenngleich sehr jungenhaftes, erotisches Äußeres. Kurze hellblonde Haare, ihre Brüste sind sehr zart. Francine bemerkt Gabrielles große Brustwarzen, die sich durch das leichte Sommerkleid andeuten und denkt: "Bestimmt hat sie noch mehr...". Francine entgeht ebenfalls nicht, dass sie zwischenzeitlich von Gabrielle beobachtet, ja schon eher begutachtet wird. Sie hat ein sicheres Gefühl, weiß sie doch dass sie sehr gut gebaut und schön ist. "Und wo schläfst du in Dieppe?" fragt Francine. Gabrielle antwortet: "Meistens am Strand, ich habe ja immer einen Schlafsack dabei. Für eine Nacht ist das ausreichend.".

Wichtig !!!

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Die hier geschriebenen Texte entstammen sämtlichst meinen Gehirnwindungen und sind zum Teil nicht jugendfrei, also... alles unter 18 Jahren schnell wieder hier raus, der Form halber sei dies gesagt.

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